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SICHERHEIT UND NACHWEISE

Für die Menschen, die auch Nein sagen müssen.

Geben Sie Ihren Sicherheits- und Compliance-Verantwortlichen die nötigen Einzelheiten. Diese Seite benennt die Kontrollen und ihre technischen Grundlagen, grenzt ihren Umfang klar ab und zeigt schließlich, was Prüfer unabhängig kontrollieren können.

Die Kontrolle kennen. Ihre Grenzen verstehen.Prüfen Sie vor der Weitergabe sensibler Dokumente, wer zugreifen darf, welche Ereignisse erfasst werden und wie sich der Zugriff entziehen lässt. Lesen Sie die Kontrolldetails zusammen mit dem Nachweisbeispiel. Ein erfasstes Öffnen belegt nicht, dass jedes Wort gelesen wurde.

Die Kontrollen und ihre technischen Grundlagen.

Jede Zeile beschreibt eine Kontrolle. Aufklappen zeigt, wie sie umgesetzt wird.

MANDANTENTRENNUNG In der Datenbank durchgesetzt

Postgres Row-Level Security schützt jede mandantenbezogene Tabelle. Die Trennung erfolgt in der Datenbank, nicht erst in der Anwendung. Die Isolationstests enthalten auch Zugriffe, die verweigert werden müssen. Sie werden ausgeführt und dokumentiert, nicht nur zugesichert.

AUTHENTIFIZIERUNG Keine Codes per SMS oder E-Mail

AAL2 für jeden geschützten Bereich. Eine Authenticator-App dient derzeit als zweiter Faktor. Gerätegebundene Passkeys sind für mobile Signaturen implementiert. Es gibt keine Einmalcodes per SMS oder E-Mail, auf deren Abschaffung Aufsichtsbehörden in zunehmend mehr Rechtsräumen hinarbeiten. Gerätegebundene Passkeys bieten dort, wo sie eingesetzt werden, zusätzlich Phishing-Resistenz.

KONTROLLIERTER KI-EINSATZ Hinweise liefern. Nicht entscheiden.

Die Modelle markieren Unstimmigkeiten und belastende Fundstellen. Neben jedem Hinweis wird festgehalten, wodurch er ausgelöst wurde. Jede Freigabe trifft ein Mensch. Die eingesetzten Modelle werden inventarisiert und dokumentiert, ihre Ergebnisse müssen erklärbar sein, entsprechend strengen Anforderungen an die KI-Governance.

DATENSCHUTZ Ein Konzept für die von uns bedienten Rechtsräume

Ausgelegt auf die Unterstützung der Pflichten aus DSGVO, revidiertem Schweizer DSG und den regionalen Datenschutzregelungen unserer Kunden. Dazu gehören Berichtigungsrechte für Personen, die in Überprüfungen genannt werden. Dokumentzugriffe erfolgen über signierte, protokollierte URLs. Die Übertragung nutzt TLS 1.2 oder höher.

NACHWEISE Mit frei verfügbaren Standardwerkzeugen prüfen

Ed25519-Signaturen über einer SHA-256-Hash-Kette, mit Zeitstempel eines unabhängigen RFC-3161-Dienstes. Die Offline-Prüfung erfolgt mit Standardwerkzeugen: SHA-256, Ed25519 und RFC 3161 sind veröffentlichte Formate. Prüfer können direkt mit dem Paket arbeiten. Das System bricht bei fehlendem Nachweis ab: Ist ein Zeitstempel vorgeschrieben, wird ohne gültigen Zeitstempel kein Nachweispaket erstellt.

PRÜFPROTOKOLL Manipulationen erkennbar machen

Zustandsändernde Handlungen werden in einer Hash-Kette erfasst. Dadurch sind Änderungen, Einfügungen oder eine veränderte Reihenfolge erkennbar. Eine Hash-Kette erkennt Manipulationen, verhindert sie aber nicht. Dokumentzugriffsprotokolle werden sieben Jahre aufbewahrt.

BESTÄTIGUNG VON RISIKOHINWEISEN An den genauen Wortlaut gebunden

Bestätigt ein Anleger einen vorgeschriebenen Risikohinweis, wird mehr als ein gesetztes Häkchen erfasst. Der Text wird versioniert. Sein genauer SHA-256-Prüfwert wird in die Hash-Kette geschrieben, sodass eine nachträgliche Änderung des bestätigten Wortlauts die Übereinstimmung der Prüfwerte aufheben würde. Geänderter Wortlaut erhält eine neue Version. Die alte bleibt bestehen.

UMFANG DER AUFZEICHNUNG Was nicht erfasst ist

Dokumente, Signaturen und Dokumentzugriffe gehören zur kryptografischen Aufzeichnung. Nachrichten zwischen Beteiligten sind gewöhnliche Anwendungsdaten: ohne Hash, Verkettung oder Zeitstempel. Wir stellen sie nicht als kryptografischen Nachweis dar.

ZERTIFIZIERUNGSSTATUS Präzise benannt

Ein Vorbereitungsprogramm für SOC 2 Type II und ISO 27001 läuft. Derzeit liegt kein Prüfbericht vor. Diese Seite behauptet auch keinen. Sobald ein Bericht vorliegt, wird er hier mit Datum benannt.

Die Grenzen der Nachweisdokumentation

Zur kryptografischen Aufzeichnung gehören Dokumente, Signaturen und Dokumentzugriffe. Nachrichten zwischen Beteiligten gehören nicht dazu. Sie sind gewöhnliche Anwendungsdaten ohne Hash, Verkettung oder Zeitstempel und werden von uns nicht als kryptografischer Nachweis dargestellt.

Die Grafik zeigt denselben Umfang wie die Beschreibung oben. Wo eine Aufzeichnung endet, ist ebenso wichtig wie ihr Beginn. Deshalb werden die ausgeschlossenen Daten gleichwertig dargestellt und nicht in einer Fußnote versteckt.
Abgedeckte Rechtsräume.
International verfügbar, ohne ausschließlichen Heimatmarkt oder bevorzugte Region. Das Konzept orientiert sich an veröffentlichten Regelwerken: DSGVO, revidiertem Schweizer DSG, den eIDAS-Kriterien für fortgeschrittene Signaturen sowie den regionalen Datenschutzregelungen unserer Kunden. Regionale Identitätssysteme sind geplant, aber noch nicht integriert. Die Nennung eines Regelwerks bedeutet, dass dessen veröffentlichte Anforderungen beim Entwurf berücksichtigt wurden. Sie bedeutet keine behördliche Zulassung, Beaufsichtigung oder Empfehlung von Exedra Gate.

Die veröffentlichten Grundlagen dieser Kontrollen.

Jeder Eintrag benennt ein Regelwerk und die herausgebende Stelle. Seine Nennung beschreibt die technische Ausrichtung an den veröffentlichten Anforderungen unter den oben genannten Bedingungen. Die Erläuterung zeigt den Nutzen für die prüfende Person.

  • EU / CH DSGVO und revidiertes Schweizer DSG Mandantentrennung direkt in der Datenbank, mit festgelegter Aufbewahrung und dokumentiertem Verfahren zur Berichtigung von Einträgen. Verordnung (EU) 2016/679; Bundesgesetz über den Datenschutz, SR 235.1
  • EU eIDAS-Kriterien für fortgeschrittene Signaturen (Art. 26) Eine Signatur, die eindeutig der unterzeichnenden Person und dem Dokument zugeordnet ist und nachträgliche Änderungen erkennbar macht. Fortgeschritten, nicht qualifiziert. Verordnung (EU) Nr. 910/2014, Art. 26
  • IETF Zeitstempel nach RFC 3161 Die Zeitangabe stammt von einer unabhängigen Stelle, nicht von uns. Sie dient als Nachweis, bis wann ein Dokument vorlag. Ihre rechtliche Verwertbarkeit wird gesondert beurteilt. Time-Stamp Protocol (TSP), RFC 3161
  • IRTF / NIST Ed25519 und SHA-256 Veröffentlichte Algorithmen ermöglichen die Prüfung eines Nachweispakets mit üblichen Werkzeugen, ohne auf unser Wort angewiesen zu sein. Edwards-Curve Digital Signature Algorithm (EdDSA), RFC 8032; Secure Hash Standard (SHS), FIPS 180-4
  • W3C WCAG 2.1 AA Seitenweise mit axe geprüft, als Grundlage für die Prüfung der Barrierefreiheit bei öffentlichen oder institutionellen Beschaffungen. Web Content Accessibility Guidelines 2.1, Konformitätsstufe AA

Quellen dieser Website →

Die Begriffe, jeweils in einem Satz.

Die übrigen Seiten erklären den Nutzen in verständlicher Sprache. Hier stehen die technischen Begriffe, damit Fachprüfer und Dokumentation dieselbe Sprache sprechen.

Nachweispaket
Die zum Abschluss einer Kapitalaufnahme zusammengestellten Dokumente, Identitätsprüfungen und Signaturen in ihrer Reihenfolge, für die Offline-Prüfung durch Dritte aufbereitet.
SHA-256-Hash-Kette
Jeder Eintrag enthält den Fingerabdruck seines Vorgängers. Änderungen, Einfügungen oder Umordnungen führen zu abweichenden Prüfwerten. Das erkennt Manipulationen, verhindert sie aber nicht.
RFC-3161-Zeitstempel
Eine signierte Zeitangabe einer unabhängigen Stelle, die bestätigt, dass die Aufzeichnung spätestens zu diesem Zeitpunkt vorlag, auf Grundlage der Zeitbestätigung dieses Dienstes.
Ed25519-Signatur
Das kryptografische Signaturverfahren ermöglicht die Prüfung der Herkunft einer Aufzeichnung und ob seit der Signatur ein Byte verändert wurde.
AAL2
Ein Authentifizierungsniveau nach NIST SP 800-63B: Zur Anmeldung ist neben dem Passwort ein zweiter Faktor erforderlich. Dafür dient derzeit eine Authenticator-App. Für mobile Signaturen werden gerätegebundene Passkeys eingesetzt. AAL2 erhöht die Anforderungen, ist für sich allein aber keine Garantie gegen Phishing.
Fail-closed
Fehlt ein erforderlicher Nachweisbaustein, etwa die unabhängige Zeitbestätigung, bricht das System ab, statt eine nicht überprüfbare Aufzeichnung auszugeben.

Nachweise unabhängig prüfen.

Ein Nachweispaket ist eine signierte, zeitgestempelte Aufzeichnung mit Hash-Kette. Es wird mit frei verfügbaren Standardwerkzeugen auf dem Rechner des Prüfers kontrolliert. Die Prüfung bestätigt, dass die geschützten Dokumente unverändert sind und spätestens zum bestätigten Zeitpunkt vorlagen. Der Zeitstempel stammt von einer unabhängigen Stelle. Dank veröffentlichter Formate kann auch die andere Partei dieselben Befehle ausführen und dasselbe Ergebnis erhalten.

Das Werkzeug heißt: exedragate-verify, ein eigenständiges Kommandozeilenprogramm, beschrieben auf der Technologieseite. Der Zeitstempel lässt sich auch separat mit Standard-OpenSSL prüfen. Niemand ist dabei auf unser Werkzeug beschränkt.

KI weist hin. Ein Mensch entscheidet. Die Dokumentation bleibt.
Exedra Gate gibt keine Person, kein Unternehmen und kein Angebot automatisch frei. Die Plattform dokumentiert den Ablauf, damit Prüfer, Auditoren oder Aufsichtsbehörden ihn später nachvollziehen können.
Kein System ist ohne Risiko.
Wir bezeichnen dieses System nicht als unangreifbar oder frei von Sicherheitsvorfällen. Kein Anbieter kann das garantieren. Entscheidend ist, was wann dokumentiert wurde und was sich Jahre später anhand veröffentlichter Standards und frei verfügbarer Werkzeuge unabhängig prüfen lässt.

Sicherheitsfragebögen beantworten wir direkt.

Wir beantworten Fragen zu Compliance und Sicherheit selbst. Sprechen Sie uns möglichst früh an. Name und Unternehmen genügen, damit die Anfrage die richtige Person erreicht.

Compliance-Teams: compliance@exedragate.com · Sicherheit: security@exedragate.com